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Új Magyarország


1956


Vorstellung


Die Stadtbibliothek Kálmán Chernel ist eine Bibliothek mit einem allgemeinen Sammelbestand. In ihrer Sammlung sind Dokumente aus verschiedenen Fachgebieten, sowie Jugendliteratur und Belletristik zu finden. Ihr Rechtsvorgänger wurde 1952 gegründet. Die Erhaltungskosten des Instituts trägt die Stadtverwaltung von Kőszeg. Die Bibliothek funktioniert seit 1984 auf ihrem heutigen Platz, im früheren Musser-Haus, das im ersten Teil des 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil gebaut wurde. Seit 1876 funktionierte es schon als bürgerliche Jungenschule, seit 1948 als Grundschule, später als Ausbildungswerkstatt einer Textilberufsschule und auch als städtische Sporthalle. Als die Bibliothek 1984 eröffnet wurde, war sie eine der modernsten Bibliotheken von Ungarn, auf 1340 qm Fläche. Aus Spargründen funktioniert sie heute auf 914 qm Fläche. Als Zentralbibliothek versorgt sie mit Lektüren weitere 14 Bibliotheken in der Umgebung von Kőszeg. Die Besucher erwarten beinahe 70000 Dokumente, darunter mehr als 2500 DVD-s, 1500 CD-s und 120 verschiedene Zeitschriften.

 

Unser Namensgeber: Kálmán Chernel

Chernel Kálmán portréja Kálmán Chernel (von Chernelháza) wurde am 6. April 1822 als Sohn des Bezirkstafelrichters Ferenc Chernel und von Teréz Barthodeiszky in Kőszeg geboren. Er war Grundbesitzer, Anwalt, zweiter Notar im Komitat, Heimat- und Naturforscher. Seine Frau war die Gräfin Mária Festetich aus Tolna, sein Sohn István Chernel wurde später Ornithologe. Seinen Schulabschluss machte er im Gymnasium von Kőszeg, dann besuchte er die philosophischen Klassen in Szombathely und an der Akademie von Bratislava studierte er Rechtswissenschaften. Seine Anwaltsprüfung legte er zur Zeit des Parlaments in Pozsony 1843-44 ab. Er arbeitete im Komitat Sopron als zweiter Notar. Nach der Revolution im Jahre 1848 trat er kein Amt an, sondern widmete er sein Leben den historischen und naturhistorischen Studien und nahm aktiv am Leben der Stadt teil. Er war zweiter Vorsitzender des Waisenamts, Vizepräsident der Sparkasse und bekleidete auch die Präsidentenstelle sowohl in der Kleinkinderbewahranstalt in Kőszeg als auch im Verein der Armen Schüler. Er war Gründungsmitglied der Ungarischen Historischen Gesellschaft und Fernmitglied in der Königlich Bayerischen und der Königlich Preußischen Botanischen Gesellschaft. Als Anerkennung seiner Arbeit verlieh ihm die Stadt Kőszeg den Ehrenbürger. Er verstarb am 21. April 1891 in Kőszeg, heute ruht er im Stadtfriedhof. Sein Grabstein wurde durch die Landeskommission für Gedenkstätte zum Teil des Nationalen Friedhof-Gartens erklärt. Sein Hauptwerk: Gegenwart und Vergangenheit der königlichen Freistadt Kőszeg 1-2. Teil (Szombathely, 1878). Seine Schriften erschienen in mehreren zeitgenössischen Zeitschriften und Fachzeitschriften, unter dem Pseudonym Algernon.